Hugh Hefner will den Playboy zurückkaufen

Dienstag, 13. Juli 2010
Will sich wieder dem Geschäft widmen: Hugh Hefner
Will sich wieder dem Geschäft widmen: Hugh Hefner

Playboy-Gründer Hugh Hefner kämpft um sein Lebenswerk. Der 84-jährige Lebemann will den Erotik-Konzern Playboy Enterprises zurückkaufen und ihn anschließend von der Börse nehmen. Dabei zeichnet sich ein Bieterkampf um das Unternehmen ab: Friend Finder Networks, Inhaber des Rivalen "Penthouse" ist ebenfalls an einer Übernahme interessiert. Hefner hält noch 69 Prozent an dem Unternehmen. Zur Übernahme der restlichen Anteile hat sich Hefner den britischen Finanzinvestor Rizvi Traverse mit ins Boot geholt. Hefner will den übrigen Aktionären 5,50 Dollar je Aktie bezahlen. Das entspricht einem Aufschlag von rund 40 Prozent auf den aktuellen Kurs. Das Unternehmen wird derzeit mit rund 185 Millionen US-Dollar bewertet.

Mit Friend Finder Networks, Inhaber des Playboy-Rivalen "Penthouse", hat inzwischen ein weiteres Unternehmen Interesse an einer Übernahmen des angeschlagenen Erotik-Konzerns angekündigt. Man arbeite derzeit an einem Angebot, sagte Friend-Finder-CEO Marc Bell der "Financial Times".

Das Imperium von Hefner ist bereits seit längerer Zeit schwer angeschlagen. Die Krise auf den Anzeigenmärkten und die Konkurrenz durch Gratis-Angebote im Internet macht dem einstigen Erotik-Pionier schwer zu schaffen. Der Einstieg ins Internet-Zeitalter wurde lange verschlafen. In den 70er Jahren erlebte das Magazin seine Blütezeit mit einer weltweiten Auflage von 7 Millionen Exemplaren. Aktuell liegt die Auflage bei rund 1,5 Millionen Exemplaren. dh
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