Hubert Burda fordert mehr Werbefreiheit

Montag, 16. November 2009
Hubert Burda hat die Zeitschriftentage eröffnet
Hubert Burda hat die Zeitschriftentage eröffnet
Themenseiten zu diesem Artikel:

Werbefreiheit Hubert Burda Burda Berlin CDU Röttgen Appell


Mit einem klaren Appell für mehr Werbefreiheit hat Hubert Burda, Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger, die VDZ-Zeitschriftentage in Berlin eröffnet. Ihn habe der "Schlag getroffen", als er gehört habe, dass ausgerechnet der neue CDU-Umweltminister Norbert Röttgen den bisherigen deutschen Widerstand gegen neue Werberegulierungen gelockert habe. "Wir dürfen da nicht lockerlassen und müssen immer sehen, was da in Brüssel für eine Kontrollwut hintersteckt." Dies sei umso wichtiger, als sich die ursprünglichen Hoffnungen auf Paid Content bisher nicht erfüllt haben - und wohl auch nicht erfüllen werden. Zwar könnten die Versuche von Axel Springer und anderen Verlagen, Geld für mobile Applikationen zu verlangen, durchaus funktionieren - aber wohl nur auf eher kleiner Flamme, und immer bedroht von Gratis-Alternativen: "Es müssen schon sehr spezielle Inhalte sein, und viele Leser werden immer wissen, wo sie kostenlos an Informationen kommen."

Vor diesem Hintergrund kündigte Burda die Fortsetzung der Gespräche mit Google über eine "faire" Teilung von mit Verlagsinhalten erzielten Werbeerlösen sowie über "faire" Suchergebnnisse an. Und auch die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender bekamen in Burdas launigen Einführungsworten ihr Fett weg: "Deren Finanzierungsmodell, dieses Junktim von Intendanten und Landespolitikern, ist das beste und stabilste Abo-System der Welt."

Zuvor hatte VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner eine Rekordbeteiligung für den Kongress gemeldet: 850 Teilnehmer sind nach Berlin gekommen. rp
Meist gelesen
stats