Hubert Burda bekräftigt: "Die Kinder werden erben"

Montag, 08. Februar 2010
Hubert Burda hat die Erbfolge klar geregelt
Hubert Burda hat die Erbfolge klar geregelt

Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag am 9. Februar hat Hubert Burda nun in einem Interview alle Spekulationen über die Erbfolge in seinem Verlag entkräftigt: "Die Kinder werden erben", äußert sich der Verleger klar gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Zu Jahresbeginn hatte er den Vorstandsvorsitz an den Finanzvorstand Paul-Bernhard Kallen abgegeben. "Es ist ein Glück, eine tragfähige Nachfolgelösung zu haben - bis die Kinder in einem Alter sind, um selbst in den Vorstand zu gehen", erklärt Burda. Dennoch möchte der Verleger seine Kinder nicht zwingen, ins Unternehmen einzusteigen, denn ohne unternehmerische Begabung sei ein solcher Schritt sowohl für Kinder als auch Firma unglücklich. Schon Burda selbst hatte den Verlag von seinem Vater übernommen. Er stellt jedoch klar, dass man in einem Familienunternehmen nicht so einfach nach oben komme, auch hier gelte das Prinzip des "survival of the fittest".

Für einen Verlag sei neben der Rolle des Vorstandsvorsitzenden vor allem der Chefredakteur bedeutend: "Die eigentlichen Helden sind die Chefredakteure. Sie sind der Reichtum des Hauses", sagt Burda im Interview. Zu Anfangszeiten des "Focus" sei seine größte Sorge gewesen, dass Helmut Markwort etwas passiere. hor
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