Hubert Burda als VDZ-Präsident wiedergewählt

Dienstag, 26. Juni 2012
Hubert Burda bleibt Präsident des VDZ
Hubert Burda bleibt Präsident des VDZ


Hubert Burda ist erwartungsgemäß erneut zum Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger gewählt worden. Der 72-Jährige hat das Amt bereits seit 15 Jahren inne. Ebenfalls in das Präsidium gewählt wurden Werner Neunzig, Stephan Rühling und Ove Saffe.  Ursprünglich wollte Burda das Amt mit dem Ablauf seiner fünften Amtszeit im Juni 2012 abgeben. Im vergangenen Jahr hatte sich eine Findungskommission bereits auf die Suche nach einem möglichen Nachfolger für den Langzeit-Präsidenten Burda gemacht, die letztlich aber erfolglos blieb. Als mögliche Nachfolger von Burda wurden Spinger-Chef Mathias Döpfner und Bernd Buchholz, Vorstandsvorsitzender von Gruner + Jahr gehandelt. Warum man sich schließlich doch dafür entschied, Burda zu einer weiteren Amtszeit zu bewegen, darüber gehen die Meinungen auseinander.

Fest steht: Hubert Burda genießt sowohl innerhalb als auch außerhalb des VDZ hohes Ansehen und ist ein Garant dafür, dass der Verband glänzende Kontakte in die Politik unterhält. "Die deutschen Zeitschriftenverleger freuen sich, dass mit Hubert Burda eine Persönlichkeit, die für Kontinuität wie Innovation, für selbstbewusstes Verlegertum und Offenheit gegenüber der neuen Kommunikationswelt steht, den eingeschlagenen Modernisierungskurs des VDZ fortsetzt", kommentiert VDZ-Vizepräsident Rudolf Thiemann die Wiederwahl des Verlegers. Die Wirkung Hubert Burdas in die Politik sowie seine Beharrlichkeit stünden ebenso im Zusammenhang mit dem aktuell präsentierten Entwurf eines Leistungsschutzrechts wie mit dem durch EU-Wettbewerbskommissar Almunia aufgebautem Druck im Kartellverfahren gegen Google. "Mit Hubert Burda an der Spitze ist es in den vergangenen Jahren gelungen, dem VDZ noch mehr Gesicht zu geben und seine Wirkung zu erhöhen", so Thiemann weiter.

Burda will in seiner mittlerweile sechsten Amtszeit die Rolle des Verbands als "Meinungsführer der gesamten Medienindustrie" weiter ausbauen und den Dialog mit der Politik intensivieren. Diese sei "in der Pflicht, die rechtlichen Rahmenbedingungen unserer Branche an die neue Realität anzupassen". Ein großer Schritt auf diesem Weg sei der Referentenentwurf für das Leistungsschutzrecht, den das Bundesjustizministerium unlängst vorgelegt hat.

Die Delegiertenversammlung des VDZ wählte außerdem drei neue Mitglieder in das Präsidium des VDZ, die zugleich als Vize-Präsidenten fungieren: Werner Neunzig, Geschäftsführer Readers' Digest Deutschland Verlag Das Beste und Vorsitzender des Südwestdeutschen Zeitschriftenverleger-Verbandes (SZV), Stephan Rühling, Vorsitzender der Geschäftsführung Vogel Business Media und neugewählter Sprecher der Deutschen Fachpresse und Ove Saffe, Geschäftsführer des Spiegel-Verlags Hamburg, Mitglied des Vorstandes der Publikumszeitschriften im VDZ. dh
Meist gelesen
stats