Hombach versus Naumann: Gong zur 3. Runde

Montag, 07. Juni 2010
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WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach und der neue Cicero-Chefredakteur Michael Naumann vertiefen ihre "Brieffreundschaft". Anlass für den Schlagabtausch war eine Spitze von Naumann gegen den WAZ-Chef. So sagte Naumann im HORIZONT-Interview (Ausgabe 21/2010): "Bodo Hombach singt ja gerne das Hohelied des Qualitätsjournalismus und betont die Notwendigkeit eines guten Feuilletons. Man hört sich das an, aber wenn man dann die 'WAZ' aufschlägt, fragt man sich: Ja wo ist es denn nun, das tolle Feuilleton?" Hombach antwortete vergangenen Freitag in einem offenen Brief. Die Antwort von Naumann kommt prompt: "Lieber Herr Hombach, das ist ja ein herrlicher Brief, der einmal mehr Ihre Beredsamkeit, aber auch Ihre erstaunlich dünne Haut unter Beweis stellt. Beide Eigenschaften kannte ich schon. Ich hatte im Horizont-Interview gesagt, dass ich in der WAZ ein „tolles Feuilleton“ vermisse. Dass die WAZ einen Kulturteil hat, weiß ich seit Jahrzehnten. Er ist aber nicht toll. Das ist alles.

Sie sehen das anders. Gut. Dass ich mir erlaubt habe, Ippens Arbeit zu loben, nehmen Sie zum Anlass, sich gekränkt zu fühlen. Aber mit Ihrer Arbeit hatte der Hinweis nicht das Geringste zu tun. Da kommt Ihnen wohl eine gewisse Eitelkeit in die Quere. Aber das ist bekanntlich eine Berufskrankheit, und die festzustellen, bedarf es keines "Tastbefunds.“

Mit freundlichem Gruß, Ihr Michael Naumann"
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