Holtzbrinck will vor Gericht ziehen

Dienstag, 26. November 2002

Das Bundeskartellamt hat seine Bedenken bereits angemeldet. Sollte nun im Dezember der schlimmste Fall einer Untersagung einer Übernahme des Berliner Verlags durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck erfolgen, will das Stuttgarter Printhaus dagegen sein Veto einlegen. Michael Grabner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Holtzbrinck, hat bereits angekündigt, im Falle eines negativen Votums der Wettbewerbswächter alle rechtlichen Schritte einleiten zu wollen.

Das Bundeskartellamt begründet seine Abmahnung mit der marktbeherrschenden Stellung auf dem Lesermarkt für regionale Abonnement-Zeitungen und Stadtillustrierten, die die Verlagsgruppe, die bereits mit dem "Tagesspiegel" in Berlin vertreten ist, durch die Übernahme des Gruner+Jahr-Titels "Berliner Zeitung" in der Bundeshauptstadt erlangen würde.
Meist gelesen
stats