Holtzbrinck will offenbar Tagesspiegel abstoßen

Mittwoch, 05. Oktober 2005

Das Stuttgarter Medienhaus Holtzbrinck will den vormals als unverkäuflich eingestuften "Tagesspiegel" offensichtlich doch loswerden. Nach einer Meldung der Zeitung "Die Welt" hatte der Konzern einen Verhandlungstermin, der für den 18. Oktober bezüglich der Bundeskartellamt-Entscheidung vorgesehen war, wieder abgesagt. Der Holtzbrinck-Konzern hatte 2002 den Berliner Verlag gekauft. Eine Übernahme wurde allerdings vom Bundeskartellamt untersagt, da der Konzern als Besitzer des Berliner "Tagesspiegels" dann eine marktbeherrschende Stellung bei Abonnentenzeitungen in der Hauptstadt eingenommen hätte. Mit wem die Verhandlungen über den "Tagesspiegel" laufen ist noch unklar. Presseberichten zufolge gelten als mögliche Interessenten der Süddeutsche Verlag und der Spiegel Verlag. Holtzbrinck erhofft sich von dem Verkauf - der Verlag hatte 2002 bei 62,4 Millionen Euro Umsatz ein Minus von 7,6 Millionen ausgewiesen - angeblich 60 Millionen Euro. is
Meist gelesen
stats