Holtzbrinck muss bei Zoomer nachbessern

Montag, 28. Juli 2008

Erst Mitte Februar ist das Nachrichtenportal Zoomer der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gestartet, nun soll es bereits einem Relaunch unterzogen werden. Grund für die Renovierung sei die niedrige Zahl der Page Impressions (PIs), berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Mit 9 Millionen PIs klickt jeder Zoomer-Nutzer nur durchschnittlich zweimal. Zum Vergleich: Bei anderen Nachrichtenportalen sind es circa sechs Klicks pro User oder mehr. "Die Leute finden offenbar unsere Startseite schön. Aber wir wollen nicht in Schönheit sterben", sagt Geschäftsführer Peter Neumann gegenüber der Tageszeitung. Daher will er nun nachbessern.

Für den Relaunch stehen zwei Versionen an: Eine Option ist die Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts. Die zweite ähnelt Konkurrenten wie Spiegel Online. Letztere könnte den besonderen Zoomer-Ansatz, nach dem Nutzer teilweise selbst über die Relevanz der Meldungen bestimmen, gefährden. Zudem sollen die Video-Kommentare in Zukunft schärfer werden. Hierfür ist der ehemalige Tagesschau-Moderator Ulrich Wickert zuständig, der als Herausgeber und Kommentator für die Website tätig ist. bn

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