Holtzbrinck: Geschäftsführer Jochen Gutbrod geht / Michael Brockhaus rückt nach

Dienstag, 22. Dezember 2009
Jochen Gutbrod will sich um "unternehmerische Familien-Interessen" kümmern
Jochen Gutbrod will sich um "unternehmerische Familien-Interessen" kümmern

Prominenter Abgang bei Georg von Holtzbrinck: Jochen Gutbrod scheidet Ende April 2010 nach mehr als sieben Jahren aus der Geschäftsführung der Stuttgarter Verlagsgruppe aus. Laut Unternehmensangaben geht Gutbrod auf eigenen Wunsch. Der Manager wolle sich "wieder verstärkt seinen eigenen unternehmerischen Familien-Interessen zuwenden", teilt Holtzbrinck mit. Der ehemalige Banker hatte vor Jahren schon eine Fondgesellschaft und eine Vermögensverwaltung gegründet.  Gutbrod, 46, hat lange Jahre dem obersten Führungszirkel des Verlagshauses angehört. Von 2003 bis 2008 war er Finanzchef der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, 2004 übernahm er überdies die Leitung der Unit Holtzbrinck Digital, unter deren Dach Online-Ableger wie StudiVZ, Buecher.de, Parship und Meinestadt.de gebündelt sind. Im Jahr 2007 wurde er in der Geschäftsführung zum Stellvertreter des Vorsitzenden Stefan von Holtzbrinck berufen. Von 2007 an verantwortete er zudem die Verlagsgruppe Handelsblatt, bis diese im Frühjahr 2009 zusammen mit der Berliner Tagesspiegel-Gruppe und 50 Prozent am Hamburger Zeit Verlag an Dieter von Holtzbrinck verkauft wurde.

Beerbt Gutbrod: Michael Brockhaus
Beerbt Gutbrod: Michael Brockhaus
Die Lücke, die Gutbrod hinterlässt, wird Michael Brockhaus füllen. Der Manager steigt bereits im Januar 2010 in die Geschäftsführung der Verlagsgruppe ein. In dieser Funktion wird er die Bereiche Strategie und M&A und die Geschäftsführung von Holtzbrinck Digital übernehmen. Brockhaus arbeitet seit drei Jahren bei Holtzbrinck und verantwortet seither den Bereich M&A und internationale Projekte. Davor war der promovierte Ökonom und Absolvent der Universität St. Gallen Gründungspartner einer Beteiligungsgesellschaft sowie Geschäftsführer einer Online-Bank in der Schweiz. mas
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