"Hörzu": Ein Lifting für die Mutter der Programmzeitschriften

Freitag, 01. Februar 2013
"Hörzu" geht in die Offensive, unter anderem mit einer Sonderausgabe
"Hörzu" geht in die Offensive, unter anderem mit einer Sonderausgabe

Eine Programmzeitschrift, die ihre "Fernsehkompetenz" stärkt: Der Verlag Axel Springer verpasst der "Hörzu" eine umfassende inhaltliche und optische Neukonzeption. Damit will sich das Blatt von anderen Medien im Segment abgrenzen, die Chefredakteur Christian Hellmann zufolge "mehr Illustrierte oder Frauenmagazin als Programmzeitschrift" sind. Zusätzlich gibt es ab dem heutigen Freitag die mehr als 200-Seiten starke Sonderausgabe "Hörzu Reporter" am Kiosk. ",Hörzu' besinnt sich auf ihren starken Markenkern - die Fernsehkompetenz", sagt Jochen Beckmann, Verlagsgeschäftsführer Programm- und Frauenmedien bei Springer. Konkret bedeutet das ab sofort eine stärkere Konzentration auf die Berichterstattung rund um das Thema TV sowie eine stattliche Erweiterung des Programmteils um 14 Seiten. In einem Fernseh-Schwerpunkt stellt die Redaktion künftig Filmprojekte und Comebacks vor, blickt hinter die Kulissen von Sendungen und spricht mit Moderatoren, Produzenten und Schauspielern. Ein Krimi-Planer sowie ein "Tatort-Check" ergänzen den Programmteil. Im Bereich Wissen beleuchten Experten Hintergründe oder bieten eine Vorschau auf kommende Sendungen. Augmented-Reality-Inhalte wie Kino-Trailer oder "Making of"'s verlängern die Berichterstattung von Print ins Internet. Der Mehrwert geht mit einer Preiserhöhung von 10 Cent einher, der Copypreis liegt jetzt bei 1,70 Euro.

Parallel zur neu konzipierten "Hörzu" präsentiert der Verlag in der Sonderausgabe "Hörzu Reporter" auf 228 Seiten außergewöhnliche Reportagen, unter anderem von bekannten Fotografen und Journalisten wie David Doubilet oder Antonia Rados. James Nachtwey, dessen Fotos von Kriegen und Krisen preisgekrönt sind, kommentiert für das Magazin seine besten Arbeiten; Star-Geiger David Garrett ermöglicht einen Blick hinter die Konzertkulissen. „Hörzu Reporter" erscheint vorerst einmalig und kostet 10 Euro. Die Druckauflage liegt bei 25.000 Exemplaren.

Und da aller guten Nachrichten bekanntlich drei sind, startet Springer am Mittwoch, 13. Februar, noch dazu eine neue Imagekampagne für seine Programmzeitschrift. Unter dem Claim "Einer, der HÖRZU zu Hause hat" zeigen sich verschiedene Prominente aus der TV- und Medienbranche auf Anzeigen, die bundesweit in Print, Online und in 18 Städten als Citylight-Poster erscheinen. Idee und Konzeption stammen vom "Hörzu"-Team selbst, für die Umsetzung zeichnet die Hamburger Agentur Conrad Gley Thieme verantwortlich. kl
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