Hörfunkpreise steigen 2005 wieder an

Freitag, 17. September 2004

Die Radiovermarkter drehen nach drei mageren Jahren wieder an der Preisschraube. Für 2005 hebt Radio Marketing Service (RMS) seinen Durchschnittstarif für die RMS Super Kombi um 7,5 Prozent auf 17 132,50 Euro an, nachdem das Flaggschiff des Vermarkters seine Tarife zuvor dreimal in Folge hatte senken müssen. Der Tausend-Kontakt-Preis der Super Kombi steigt in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen um 4,4 Prozent und liegt 2005 bei 2,53 Euro. Bei der ARD Werbung Sales & Services zeigt der Preistrend ebenfalls nach oben: Die Frankfurter schlagen bei ihrer Kombi ARD No. 2 durchschnittlich um 4,7 Prozent auf; ein 30 Sekünder kostet ab kommendem Jahr 12 260 Euro. Der TKP liegt mit 2,42 um 3,9 Prozent über dem des Vorjahres und damit um gut 3 Prozentpunkte über dem Reichweitenzuwachs in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die Energy City Kombi als größtes Angebot von Energy Media muss ihre Reichweitenverluste dagegen mit einer Preissenkung um 3,7 Prozent auf 520 Euro kompensieren.

RMS will sich mit ihren Preiserhöhungen dem "hohen Leistungsniveau" der Radiowerbung anpassen, wie Geschäftsführer Wilfried Sorge betont. Die Tarifsteigerungen bleiben nach seinen Worten unter der über drei Jahre aufgelaufenen Inflationsrate. AS&S-Chef Achim Rohnke hat die Preise dort angepasst, wo es "die Nachfrage und das Leistungsvermögen der Angebote" erlaubte. Das gilt vor allem für die Nachrichtenkombi und die AS&S Westkombi, deren Preise stärker stiegen als die Reichweitengewinne. Dagegen war Energy Media bemüht, das TKP-Niveau seiner Kombis und Einzelsender in deren jeweiliger Kernzielgruppe stabil zu halten. gui
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