Hörfunker gönnen sich nur leichte Preiserhöhungen

Freitag, 28. September 2001
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Buchungsjahr ARD Preiserhöhung


Die Radioanbieter gehen mit moderaten Preisen in das nächste Buchungsjahr. Die Angebote der ARD Werbung Sales & Services (AS&S) steigen im Schnitt nur um 3,5 Prozent und liegen damit nur rund einen Prozentpunkt über der derzeitigen Inflationsrate. Bei AS&S bleiben die Tausend-Kontakt-Preise in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen stabil. Die Frankfurter profitieren dabei von den jüngsten Hörergewinnen seiner Sender.

Die Privatsender von RMS haben hingegen leicht an Reichweite verloren und müssen ihre Preise teilweise senken. Nach Reichweitenverlusten von gut 5 Prozent geht der Preis für einen 30-Sekunden-Spot beim RMS-Flaggschiff Super Kombi um 4 Prozent zurück. Die RMS Ost Kombi muss der Buchungsflaute und den Hörerverlusten Tribut zollen und senkt ihren Tarif sogar um 17,9 Prozent. Auch die Preise der RMS West Kombi geben um 2 Prozent nach. Nach oben zeigt die Formkurve der RMS Youngstars, die um 6,5 Prozent aufschlägt, damit aber nur ein Drittel ihres Reichweitenzuwachses preislich realisiert.

Insgesamt gibt die Gattung mit ihren neuen Werbetarifen ein versöhnliches Zeichen in den Markt, den sie vor Jahresfrist noch mit teilweise exorbitanten Preisaufschlägen verschreckt hatte. Seinerzeit waren die Reichweiten durch den Methodenwechsel von der persönlich-mündlichen zur telefonischen Hörerbefragung nach CATI stark gestiegen und hatten die Sender zu teils hohen Preisaufschlägen veranlasst, die die Vermarkter auf dem Radio Day teilweise wieder zurücknehmen mussten.
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