"Hessische/Niedersächsische Allgemeine" verzichtet probeweise auf DPA

Montag, 30. März 2009
Verleger Dirk Ippen ist "gespannt auf das Ergebnis"
Verleger Dirk Ippen ist "gespannt auf das Ergebnis"

Die "Hessische/Niedersächsische Allgemeine" (HNA) verzichtet probeweise auf den Nachrichtendienst der Deutschen Presse-Agentur DPA. Für zunächst sechs Wochen will die Regionalzeitung aus Kassel ohne DPA-Meldungen auskommen. Die HNA gehört zur Zeitungsgruppe von Verleger Dirk Ippen, zu der auch der "Münchner Merkur" und der "Westfälische Anzeiger" gehören. Laut Ippen geht der Test von der Chefredaktion aus. Es gebe keine Pläne, bei den Zeitungen der Gruppe generell auf die Nachrichtenagentur DPA zu verzichten. Er sei aber "gespannt auf das Ergebnis".

Für die DPA könnte der Test weitreichende Folgen haben. Die Front, der Zeitungsverlage, die der Agentur die Treue halten, beginnt zu bröckeln. Mit der WAZ-Mediengruppe verzichtet bereits eines der größten deutschen Zeitungshäuser komplett auf die Dienste der Agentur. DPA-Chefredakteur Wilm Herlyn hatte noch vor kurzem in einem Interview gesagt, er glaube nicht, dass weitere Zeitungen dem Vorbild der WAZ folgen werden. dh
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