Henkel: Tina Müller verlässt FMCG-Konzern

Mittwoch, 04. Juli 2012
Tina Müller: Neue Aufgaben außerhalb von Henkel
Tina Müller: Neue Aufgaben außerhalb von Henkel

Diese Personalie hat es in sich: HORIZONT-Informationen zufolge verlässt Tina Müller mit derzeit unbekanntem Ziel den Düsseldorfer Henkel-Konzern. Die 44-Jährige arbeitet seit 1995 für den Familienkonzern. 2002 erfolgte der Wechsel nach Italien als Marketing-Direktorin des italienischen Henkel-Kosmektikgeschäfts. 2004 kam sie in die Zentrale zurück und verantwortete als Corporate Vice President das weltweite Henkel Haargeschäft. 2006 wurde sie Mitglied des Direktoriums und als Corporate Senior Vice President, verrät die Henkel-Website, „führt sie seitdem, zusätzlich zum globalen Haargeschäft, auch das internationale Gesichts- und Mundpflegegeschäft. Dies umfasst die Verantwortung für die mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz größte Henkel-Einzelmarke Schwarzkopf, die Hautpflegemarke Diadermine und die Mundpflegemarke Theramed“. Seit Anfang des Jahres zeichnete sie als Corporate Senior Vice President verantwortlich für das Henkel-Retail-Business für Westeuropa (12 Länder). Vor dem Einstieg bei Henkel arbeitete die studierte Betriebs- und Volkswirtin für die Wettbewerber L'Oréal Deutschland und Wella.

Mit der Einführung von Syoss gelang Müller der erfolgreichste Haarpflege-Launch der letzten zehn Jahre. 2009 erhielt Managerin für Syoss den Deutschen Marketingpreis, ein Jahr später folgte ein Effie in Gold für die außergewöhnliche Kampagne. Der Düsseldorfer Konsumgüterriese verliert mit Tina Müller aber nicht nur eine der renommiertesten Marketing-Persönlichkeiten der Republik. Sondern auch eine der meinungsstärksten. In einem HORIZONT-Roundtable hatte sie vor einer allzu naiven Glorifizierung des Mitmach-Webs gewarnt: „Es ist ganz einfach: Markenführung ist kein demokratischer Prozess." Und auch beim Deutschen Medienkongress Anfang des Jahres hatte sie mit einer Rede zur Digitalstrategie von Unternehmen für Zündstoff und Diskussionen gesorgt. Der neue Arbeitgeber war beim Verfassen dieser Zeilen nicht bekannt - die Vermutung liegt aber nahe, dass FMCG-Spezialistin Müller zwar das Unternehmen, nicht aber die Branche wechselt. vs

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