Helmut Heinen als BDZV-Präsident wiedergewählt

Freitag, 07. Mai 2010
Helmut Heinen steht bereits seit zehn Jahren an der Spitze des BDZV
Helmut Heinen steht bereits seit zehn Jahren an der Spitze des BDZV

Helmut Heinen ist von der Delegiertenversammlung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in seinem Amt als Präsident bestätigt worden. Der 54-Jährige ist Herausgeber der "Kölnischen/Bonner Rundschau" und Mitgesellschafter des Berliner Verlags. Er steht seit dem Jahr 2000 an der Spitze des Verlegerverbands, zuvor war er zehn Jahre lang Vizepräsident. In seiner Rede anlässlich der Wiederwahl äußerte sich Heinen kritisch zu der "anhaltenden Ausweitung der digitalen Textangebote im öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Der bisherige Verlauf der Drei-Stufentests sei enttäuschend. Es könne nicht Sinn des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sein, dass ein Teil der acht Milliarden Euro an Rundfunkgebühren dazu eingesetzt werde, den Zeitungsverlagen den Weg in die digitale Medienzukunft zu verbauen.

Zugleich appellierte er an die EU-Gremien, keine weiteren Beschränkungen für Printwerbung zu beschließen. Mit Verboten und Regulierungen würde den Zeitungen ein substanzieller Bestandteil ihrer Umsätze entzogen. Heinen betont: "Werbefreiheit ist auch Bestandteil der Meinungs- und Pressefreiheit."

Die Deligiertenversammlung bestätigte außerdem die Vizepräsidenten Wolfgang Pütz, Verleger des "Remscheider General-Anzeigers", Richard Rebmann, Geschäftsführer der Südwestdeutschen Medien Holding, Rudolf Knepper, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand Technik und Logistik von Axel Springer sowie Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main und Vorsitzender des Aufsichtsrats der ZMG. bn
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