Helkon schreibt Pay-TV-Rechte ab

Mittwoch, 24. April 2002

Auf die aktuellen Entwicklungen der Kirch-Gruppe und die unsicheren Zukunftsaussichten des deutschen Pay-TV-Markts reagiert Helkon Media mit einer Neuallokation der Filmrechte. Die noch in der Bilanz von Helkon Media aktivierten Pay-TV-Rechte werden auf 5 Prozent abgeschrieben. Damit will das Münchner Unternehmen dem bereits in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg einer konservativen Bilanzierungs- und Bewertungspolitik folgen. Der bisherige Bewertungsansatz sah eine verwertungsbedingte Abschreibung und damit verbundene Allokationen des Pay-TV-Rechts in Höhe von 15 bis 25 Prozent der gesamten Lizenz vor.

Durch die Neubewertung wird das Ergebnis des Unternehmens im derzeit laufenden dritten Quartal mit Sonderabschreibungen in Höhe von 10 Millionen Euro belastet. Zu beachten sei laut Helkon allerdings, dass diese Abschreibung ein einmaliger Sondereffekt ist und dass sich dadurch keine negativen Auswirkungen auf die Liquiditätssituation des Konzerns ergeben. Der durch den Preisverfall für deutsche Pay-TV-Lizenzen bedingte Umsatzrückgang, kann nach Angaben von Helkon durch die positive Entwicklung im Video- und DVD-Segment aufgeholt werden.
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