Heise geht gegen die Musikindustrie in Berufung

Freitag, 22. Juli 2005

Am 28. Juli findet vor dem Oberlandesgericht München die Berufungsverhandlung des Heise Zeitschriften Verlags gegen acht Unternehmen der Musikindustrie statt. Anlass des Verfahrens war eine Meldung von Heise online über eine Software zum Kopieren von DVDs. Das OLG München muss nun entscheiden, ob es für ein Presseorgan zulässig ist, über Software zur Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen zu berichten. In der ersten Instanz vor dem Landgericht München war die Musikindustrie mit einem solchen Antrag gescheitert. Laut des Urteils sei diese Art der Berichterstattung durch die Pressefreiheit gerechtfertigt und liege im öffentlichen Interesse. Dagegen wurde Heise in erster Instanz verboten einen Link auf die Unternehmens-Website zu setzen, da hier das Eigentumsinteresse der Musikindustrie über der Pressefreiheit stehe. nr
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