Heinrich Bauer Verlag plant neue Unternehmensstruktur am Standort Hamburg

Montag, 05. November 2001

Die Unternehmensstruktur des Heinrich-Bauer-Verlages soll bis zum Januar 2002 komplett dezentral organisiert werden. Für jeden Zeitschriftenbereich wird es dann ein organisatorisches Segment geben, das sich aus Verlagsleitung und Redaktion zusammensetzt. Vorbild für dieses Modell ist die zum Verlag gehörende Bravo-Family in München.

"Das Konzept ,Unternehmer im Unternehmen' hat sich bewährt, daher werden wir es auf den gesamten Verlag ausdehnen", erklärt Andreas Fritzenkötter, Leiter des Geschäftsbereichs Kommunikation und Presse. Der Bauer-Verlag werde es auf diese Weise schneller schaffen, marktgerechte Entscheidungen zu treffen.

"Kosteneinsparungen haben bei der Umstrukturierung keine Rolle gespielt", so Fritzenkötter. Allerdings erhoffe man sich Ertragserhöhungen, da die Bandbreite des Verlages für die Anzeigenkunden durch die Neustrukturierung transparenter und damit interessanter werde. Den Führungskräften der einzelnen Bereiche werden künftig verstärkt Leitungsbefugnisse in personellen und sozialen Angelegenheiten eingeräumt.

Die betriebsverfassungsrechtliche Struktur muss den neuen Verhältnissen angepasst werden: "Die Zahl der Betriebsräte wird sich in etwa verdoppeln", berichtet Fritzenkötter. Die Umstrukturierung war bereits Ende vergangenen Jahres entschieden worden.
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