Hearst-Digital-Chef Chuck Cordray: "Online-Werbe-Dollars fließen"

Donnerstag, 26. Februar 2009
Chuck Cordray
Chuck Cordray

Mehr als zwanzig Websites umfasst die 2006 gegründete Digital-Unit des US-Verlags Hearst. Im Zentrum der Wachstumsstrategie im Internet stehen Partnerschaften mit namhaften Online-Unternehmen, Suchmaschinenoptimierung und eine gebündelte Werbevermarktung. Chuck Cordray, Senior Vice President Hearst Magazines Digital Media (HMDM), über Traffic-Steigerungen und Werbevermarktung. Cordray ist einer der Referenten beim Digital Innovators Summit, den der VDZ am 3. und 4. März in Berlin veranstaltet. Wird 2009 das Jahr der digitalen Medien, weil Werbegelder im großen Stil ins Netz verschoben werden?
Chuck Cordray: Das kann man so nicht verallgemeinern. Bei Unternehmen, die steigende Userzahlen, Verweildauer und Aktivität verzeichnen, fließen die Online-Werbe-Dollars kräftig. Die etablierteren Player, also Websites und Netzwerke, die relativ flache Zielgruppen haben, verlieren dagegen Marktanteile. Da der gesamte Werbekuchen schrumpft, ist schwer vorauszusagen, ob sich die digitalen Medien insgesamt schneller oder langsamer entwickeln werden als bisher.

HMDM belegt in den USA laut dem Marktforschungsinstitut Comscore Platz 18 in der Liste der 20 am stärksten wachsenden Web-Unternehmen. Woher kommen die Zuwächse?
Von diesen 20 sind nur sieben in erster Linie organisch gewachsen. Den Großteil unseres Traffics und Wachstums erreichen wir über Suchmaschinenoptimierung und Partnersites.

Welche Projekte stehen 2009 noch an?
Wir launchen gerade Veranda.com, ein sehr hochwertiges High-End-Magazin im Bereich Haus und Garten. Höchstwahrscheinlich werden wir noch eine oder zwei vertiefende vertikale Sites hinzufügen. Wir haben bereits MarieClaire.com im Januar komplett überarbeitet und im Frühsommer werden wir Cosmopolitan.com modernisieren. Wir werden weiterhin Akquisitionen tätigen, dabei passen vor allem Websites gut zu uns, die sich mit unseren Hauptthemen Beauty, Mode, Frauen und Gesundheit/Wellness beschäftigen. Interview: se

Das komplette Interview steht in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT vom 26. Februar 2009.
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