Haribo: Marketingchef Andreas Nickenig geht nach 18 Jahren

Mittwoch, 12. Januar 2011
Wer künftig die Haribo-Spots mit Gottschalk absegnet, ist noch unklar
Wer künftig die Haribo-Spots mit Gottschalk absegnet, ist noch unklar

Haribo verliert seinen langjährigen Marketingchef. Andreas Nickenig wird den Bonner Goldbären-Hersteller Ende August 2011 nach 18 Jahren verlassen. Das bestätigt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von HORIZONT.NET.
Andreas Nickenig verlässt Haribo
Andreas Nickenig verlässt Haribo
Wer in Nickenigs Fußstapfen tritt, ist noch unklar. Nach Angaben des Sprechers will Haribo in den kommenden Monaten die Suche nach einem Nachfolger abschließen. In der Zwischenzeit dürfte sich Rüdiger Nicolas Koppelmann gemeinsam mit der Frankfurter Produktionsfirma Neue Sentimentalfilm federführend um die Abwicklung der Kampagnen mit Star-Testimonial Thomas Gottschalk kümmern. Der frühere Marketingmanager von Procter & Gamble war im Oktober 2010 als Marketingleiter zu Haribo gewechselt. Nickenig ist zurzeit noch sein Vorgesetzter.

Nickenig, der aktuell noch als Vertriebs- und  Marketingchef an Haribo-Patriarch Hans Riegel berichtet, wechselt zum Süßwarenhersteller Wawi-Schokolade nach Pirmasens. Bei dem Hersteller von Marken wie Nappo, Wawi-Schokoreis und Moritz-Eiskonfekt steigt der 43-Jährige als geschäftsführender Gesellschafter ein.

Nickenig unterstützt damit in der Wawi-Chefetage den bisherigen Alleinvorstand Walter Müller. Während sich Müller zukünftig verstärkt den Finanzen und dem Überseegeschäft mit den Produktionsstätten in Australien, China und Kanada widmen wird, verantwortet Nickenig in erster Linie die Markenstrategie für Nappo, Moritz Eiskonfekt und Wawi Schokoreis und Schokowölkchen sowie das Europageschäft.

Wawi Schokolade erzielte laut Medienberichten zuletzt einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Das Unternehmen, das 2007 im Jahr seines 50-jährigen Jubiläums mit der Übernahme von Nappo und Moritz die Weichen auf Wachstum stellte, ist damit deutlich kleiner als Haribo. Der Goldbären-Anbieter gibt selbst zwar keine Zahlen bekannt, Insidern zufolge setzt Haribo jährlich zwischen 1,6 und 2 Milliarden Euro um. mas
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