Harald Schmidt talkt Dienstag und Mittwoch auf Sat 1

Montag, 07. Februar 2011
Soll bei Sat 1 künftig wieder zweimal die Woche ran: Harald Schmidt
Soll bei Sat 1 künftig wieder zweimal die Woche ran: Harald Schmidt

Nach seinem Wechsel zurück zu Sat 1 soll Late-Night-Talker Harald Schmidt immer dienstags und mittwochs einen Sendeplatz bekommen. Das berichtet das "Hamburger Abendblatt". Schmidt hatte sich nach dem Einkauf von Günther Jauch für die ARD dazu entschlossen, dem öffentlich-rechtlichen Sender den Rücken zu kehren. Dort greift ab Herbst eine neue Talk-Schiene. Schmidts Quoten konnten im Ersten ohnehin nicht so recht überzeugen. Sat 1 dürfte sich von der Rückkehr des einstigen Senderstars dagegen Einiges erwarten und hat Quotenerfolge auch dringend nötig. Im Januar 2010 hatte Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Andreas Bartl den damaligen Senderchef Guido Bolten entlassen und das Zepter selbst in die Hand genommen. Trotz zahlreicher Neustarts 2010 ist die Bilanz bislang jedoch durchwachsen. Im Januar lag der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen bei 10,4 Prozent, beim Gesamtpublikum bei 9,6 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es 10,3 beziehungsweise 9,5 Prozent.

Ein Erfolg im Programm ist für Sat 1 wichtig, weil die Eigentümer KKR und Permira 2011 auf den Exit drängen. Gewinnt der nach Umsatz wichtigste Sender der Gruppe an Marktanteil bedeutet dies auch mehr Werbeeinnahmen für den TV-Konzern - und bessere Verkaufsperspektiven für die beiden Finanzinvestoren. Deshalb will der Sender laut "Abendblatt" nun auch wieder mehr ausprobieren. So soll es Neuentwicklungen geben, die in Richtung "Dschungelcamp" gehen. Mit der Show verbuchte RTL im Januar mit Quoten um die 40-Prozent-Marke beim jüngeren Publikum Rekorde. Für solche Formate soll RTL-Mann Sascha Naujoks verantwortlich zeichnen, der zum 1. Juni als Entwicklungschef zu Sat 1 wechselt.

Auch neue Scripted-Reality-Formate könnten auf Sat 1 bald zu sehen sein. Bei den Formaten agieren Laiendarsteller nach Drehbuch. RTL kratzt mit Sendungen wie "Familien im Brennpunkt", die in der Nachmittagsschiene laufen, an der 30-Prozent-Marke und konnte damit die Quoten insgesamt steigern. Im Jahr 2010 war der Kanal mit einem Marktanteil von 18,1 Prozent mit Abstand der reichweitenstärkste Sender beim jungen Publikum. Die bislang bei Sat 1 in der Zeit von 14 bis 17 Uhr programmierten Gerichtsshows wie "Richterin Barbara Salesch" funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip, holen aber weniger Zuschauer als die Konkurrenz. pap
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