Handy-TV-Projekt von ARD und ZDF gekippt

Freitag, 20. Juni 2008

ARD-Chef Fritz Raff und ZDF-Intendant Markus Schächter haben einem gemeinsamen Handy-TV-Projekt eine Absage erteilt. Damit reagierten sie auf einen Passus im Arbeitsentwurf zum Rundfunkstaatsvertrag, der die Beauftragung der Sender für ein solches Projekt vorsieht. Laut Vertrag sollten die Sender "mit einem gemeinsam veranstalteten Fernsehprogramm für den mobilen Empfang auf kleinen Bildschirmen (Handy-TV) einschließlich regionaler Elemente" beauftragt werden. In einem Schreiben an den Chef der Rundfunkkommission der Länder, Martin Stadelmeier, teilten die Intendanten mit, der erforderliche finanzielle und administrative Aufwand für ein solches Projekt sei "unangemessen hoch". Die Absage sei als Signal an die Länder zu verstehen, "dass ARD und ZDF nicht auf Gedeih und Verderb ständig neue Programme veranstalten wollten". Die Öffentlich-Rechtlichen hatten ursprünglich vorgeschlagen, zusätzlich zu den Hauptprogrammen jeweils einen speziellen Mobile-TV-Kanal anzubieten. Die Hauptprogramme der Sender werden weiterhin über DVB-H übertragen. np

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