Handelsblatt will mit E-Paper Print-Abos pushen

Donnerstag, 10. April 2003

Das "Handelsblatt" gibt es seit Mittwoch dieser Woche auch als E-Paper-Ausgabe. Die komplette Printausgabe inklusive aller Anzeigen steht unter Handelsblatt.com zum Lesen oder zum Download bereit. Allerdings: Nicht alle Surfer, sondern nur Print-Abonnenten können darauf zugreifen. "Wir wollen mit dieser Maßnahme das Print-Abo aufwerten und das E-Paper gezielt zur Kundengewinnung einsetzen", erklärt Joachim Schmaltz, Geschäftsführer von Economy One, der Online-Tochter der Verlagsgruppe Handelsblatt. Zusätzliche Services wie etwa eine Volltextsuche runden das Angebot ab.

Zugang erhalten die Print-Abonnenten über einen Code, der ihnen bereits bislang den Exklusiv-Bereich Topix öffnet. Während jedoch die Topix-Services - unter anderem ein personalisierter News-Dienst sowie ein Artikel- Archiv - gegen Gebühr auch Nichtabonnenten zur Verfügung stehen, ist dieses Modell für das E-Paper nicht geplant. Damit geht das "Handelsblatt" einen anderen Weg als der Konkurrent "Financial Times Deutschland": Hier sind Print-Abonnenten ebenfalls gratis dabei, sonstige Interessenten haben aber für 1,50 Euro pro Ausgabe ebenfalls Zugriff. Das "Handelsblatt"-Angebot soll in den nächsten Wochen in den Titeln der Verlagsgruppe beworben werden.

Economy One, das für die technische Realisierung zuständig ist, zeichnet darüber hinaus auch für das neue E-Paper des Berliner "Tagesspiegel" verantwortlich. Das Angebot läuft seit Mitte März unter www.tagesspiegel- .de. Die einzelne Internetausgabe kostet hier je nach Wochentag zwischen 40 und 60 Cent, eine Abrechnung im Abomodell ist in Vorbereitung. kj
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