Handelsblatt weist Bericht über Schließung von Sharper.de zurück

Freitag, 28. Juni 2002

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat Medienberichte, denen zufolge die Finanz-Nachrichtensite Sharper.de vor dem Aus steht, gegenüber HORIZONT.NET zurückgewiesen. "Wir führen derzeit zwar Gespräche mit unserem Partner Reuters über die Frage, wie das Unternehmen in Zukunft geführt werden soll, aber von Schließung kann keine Rede sein", so Handelsblatt-Sprecher Andreas Knaut. Sharper.de habe erst am heutigen Freitag einen neuen kostenpflichtigen Branchenbrief "Biotech und Chemie" gelauncht. "Daran können Sie sehen, dass Sharper.de lebt", so Knaut weiter.

Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, das Verlagshaus wolle das gemeinsam mit Reuters betriebene Finanzangebot dichtmachen. Sharper.de war erst im vergangenen September an den Start gegangen und versorgt private Investoren mit Meinungen und Analysen von Börsenexperten.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hatte vor wenigen Tagen massive Sparmaßnahmen angekündigt. Neben Einsparungen im Printbereich wird sich die Mitarbeiterzahl bei der Online-Tochter Economy One von 74 auf 31 reduzieren. Eine Reuters-Sprecherin wollte das Gerücht nicht kommentieren.
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