"Handelsblatt" überzeugt im Business-Format

Montag, 02. November 2009
Das Cover der Erstausgabe
Das Cover der Erstausgabe

Für das altehrwürdige "Handelsblatt" beginnt eine neue Zeitrechnung. Ab heute erscheint die Wirtschaftszeitung im kompakten "Business-Format". Zeitgleich mit der Umstellung des Blattes wurden auch der Internetauftritt und das mobile Angebot relauncht. Der erste Eindruck des 64 Seiten starken, durchgehend geklammerten Blattes: Das Layout, das durchgehend dem sogenannten "Doppelseiten-Prinzip" folgt, wirkt gelungen und übersichtlich. Allein die Schriftgröße ist etwas klein geraten. Offenbar fällt es den Machern noch schwer, mit der Umstellung auf das kleinere Format auch unnötigen Ballast über Bord zu werfen.



5 Gründe, warum der Relaunch funktionieren könnte

Anfang Oktober hatte HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz dem "Handelsblatt" einen Werkstatt-Besuch abgestattet - und fünf Gründe ausgemacht, die für das neue Format und die neuen digitalen Angebote sprechen.

"Das Handelsblatt geht auf allen Medienkanälen neue Wege - in Print, Online und Mobil", sagt Chefredakteur Bernd Ziesemer. "Das Business-Format eröffnet zahlreiche publizistische Möglichkeiten, um die Informationsbedürfnisse der Entscheider in einer immer globaleren, flexibleren und mobileren Welt zu befriedigen."

Die Umstellung soll zum einen den veränderten Lesegewohnheiten der mobilen Zielgruppe des Wirtschaftsblattes gerecht werden und zum anderen der Redaktion mehr Flexibilität bei der Gewichtung von Themen verschaffen. Die Interpretation, die Umstellung auf das kleinere Format sei auch aus Spargründen erfolgt, hat Ziesemer wiederholt weit von sich gewiesen.

Kampagnenmotiv von Jung von Matt/Spree
Kampagnenmotiv von Jung von Matt/Spree
Der Relaunch wird von einer umfassenden Werbekampagne von Jung von Matt/Spree begleitet. Das Motto der Kampagne lautet "Unter Experten": Auf den Motiven sind Top-Manager wie Jürgen Großmann, Klaus Kleinfeld oder Lars Hinrichs im Gespräch mit Journalisten des "Handelsblatts" zu sehen. Die Maßnahmen umfassen Anzeigen, TV- und Radio-Spots sowie Internet- und mobile Werbeformen. dh
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