"Handelsblatt" druckt Pro-Hartz-Anzeigen

Montag, 30. August 2004
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Für die Reform des Arbeitsmarkts und Hartz IV steckt die Bundesregierung bisher nur Schelte ein. Das könnte daran liegen, dass die Reformen schlecht vermittelt werden, glaubt man in der Redaktion des "Handelsblatts" - und will das ändern: Im Auftrag der Wirtschaftszeitung haben drei Agenturen alternativ zur Kampagne der Bundesregierung eigene Motive entwickelt, um für Hartz IV zu werben. Die Ergebnisse druckt das "Handelsblatt" am heutigen Montag.

"Wenn wir heute nichts tun, haben wir morgen nichts zu tun", ist der Berliner Agentur DBB als Pro-Hartz-Werbung eingefallen. Auch die Düsseldorfer Agentur BBDO Campaign setzt auf deutliche Worte: "Für Hartz IV gibt es 4.360.000 Gründe", heißt es in der Textanzeige, die auf die Zahl der arbeitslosen Menschen in Deutschland anspielt. Das einzige Bildmotiv stammt von der Frankfurter Agentur Young & Rubicam, die einen winzigen Kuchen auf einem Teller zeigt, der kaum aufgeteilt werden kann, weil er so klein ist. Darunter steht: "Die Hartz-Reform. Damit weniger wieder mehr wird." Anlass der Aktion sei, zu beweisen, dass auch komplizierte Sachverhalte einfach zu vermitteln sein können, so Joachim Dorfs, stellvertretender Chefredakteur des "Handelsblatts". he
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