Handelsblatt-Gruppe ist fit für harte Börsenzeiten

Dienstag, 10. April 2001

Die Verlagsgruppe Handelsblatt hat im Geschäftsjahr 2000 ihren konsolidierten Gesamtumsatz gegenüber 1999 um 24,1 Prozent auf 842,1 Millionen Mark verbessert. Seit 1996 hat sich der Gesamtumsatz mehr als verdoppelt. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) stieg im im Jahr 2000 von 111 auf rund 117 Millionen Mark. Damit, so Heinz-Werner Nienstedt, Sprecher der Geschäftsführung, habe das Unternehmen seine Ausrichtung als internationale multimediale Mediengruppe erfolgreich wahrgenommen. Zugleich sei damit die Basis gelegt, die Marktposition im Geschäftsjahr 2001, bei dem sich eine Konsolidierung der Werbeausgaben abzeichnet, zu verteidigen und auszubauen.

Die Vertriebserlöse stiegen im Jahr 2000 um 15,7 Prozent auf 344,2 Millionen Mark, die Anzeigenerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 30,5 Prozent auf 497,9 Millionen Mark. Auch bei den elektronischen Medien präsentiert sich das Düsseldorfer Verlagshaus mit breiten Schultern: Einschließlich der im Mai vergangenen Jahres gegründeten Online-Tochter Economy.One erhöhten sich die Umsätze um 46,3 Prozent auf 63,5 Millionen Mark.

Auch das Kernobjekt im Printgeschäft, die Wirtschafts- und Finanzzeitung "Handelsblatt", steht mit einem Brutto-Anzeigenumsatz in Höhe von 323,8 Millionen Mark auf stabilem Fundament. Vor allem die Anfang 2000 gestartete Kooperation mit dem "Wall Street Journal Europe" und die Einführung von "Handelsblatt Netzwert" im Herbst 2000 hätten hierzu beigetragen, heißt es.

Im Magazinbereich zeigt sich das Unternehmen mit der Positionierung der Anfang 2000 gelaunchten "Telebörse" zufrieden - mit rund 2300 Anzeigenseiten zählt die Zeitschrift im letzten Jahr zu den Top 50 unter den Publikumszeitschriften. Auch der Werbevermarkter der Gruppe, GWP Media-Marketing, profitierte vom Anzeigenboom. Im letzten Jahr konnte das Team um Andreas Formen mit einem Bruttoumsatz von 1,01 Milliarden Mark erstmals die Milliardenschwelle überschreiten.
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