"Hamburger Morgenpost am Sonntag" erscheint dauerhaft

Mittwoch, 24. Oktober 2007
Verdient mit der Sonntagsausgabe Geld: Frank Willers
Verdient mit der Sonntagsausgabe Geld: Frank Willers

Knapp ein Jahr nach dem Start der Sonntagsausgabe der "Hamburger Morgenpost" ("Mopo") hat sich der Verlag entschieden: Das Blatt wird dauerhaft am siebten Tag erscheinen; bisher galt es als Markttest. "Die Sonntagsausgabe liefert bereits jetzt einen Deckungsbeitrag für den Verlag und bietet weitere sehr gute Wachstumsmöglichkeiten", bestätigt Geschäftsführer Frank Willers gegenüber HORIZONT. Die verkaufte Auflage beziffert er mit regelmäßig über 40.000 Heften. In der IVW weist die "Mopo" die Verkäufe des Sonntagsblatts nur gemeinsam mit der Samstagsausgabe aus - die gemeinsame Auflage liegt bei 139.251 Heften (III/2007). Zum Geschäftserfolg der Sonntags-"Mopo" tragen laut Willers mehrere Faktoren bei: Auf der Kostenseite zahlten sich Synergien mit dem "Berliner Kurier" aus, der wie die "Mopo" zur BV Deutsche Zeitungsholding der Finanzinvestorengruppe Mecom um David Montgomery gehört. Die Sonntags-"Mopo" bezieht ein Drittel der Seiten vom Schwesterblatt. Auch die Erlösseite macht Willers Freude: Bezogen auf die vorherigen Anzeigenumsätze der alleinigen Samstagsausgabe seien die Werbeerlöse der Wochenendkombination um 120 Prozent gestiegen.

Im Vertrieb habe die Sonntags-"Mopo", die sich beim Start eine Break-even-Mindestauflage von 30.000 Heften als Ziel gesetzt hatte, vom frühen Aus des Axel-Springer-Titels "Hamburger Abendblatt Sonntags" im Februar dieses Jahres profitiert - danach seien die "Mopo"-Abverkäufe um 7 bis 10 Prozent gestiegen, so Willers. Zudem hat er den Copypreis der Sonntags-"Mopo" von 70 auf 90 Cent und damit auf das ursprünglich im Businessplan vorgesehene Niveau erhöht. Durch den Vorstoß von Axel Springer, sein Sonntags-"Abendblatt" zum Preis von 50 Cent zu verkaufen, hatte sich die "Mopo" zwischenzeitlich zur Preissenkung gezwungen gesehen. rp



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