"Hamburger Abendblatt" startet Straßenratgeber

Dienstag, 16. Oktober 2012
Lars Haider setzt auf lokale Nachrichten
Lars Haider setzt auf lokale Nachrichten

Viele regionale Tageszeitungen besinnen sich derzeit auf die die lokale Berichterstattung und wenden sich dabei oft auch hyperlokalen Themen zu: Nachrichten aus dem Kiez. Das "Hamburger Abendblatt" folgt dem Trend zum Hyperlokalen und hat seine Redakteure und Reporter in Hamburg ausschwärmen lassen, um Daten für einen Straßenratgeber zu sammeln. Zwei Monate lang haben Redakteure und Reporter über 8000 Straßen in Hamburg katalogisiert, fotografiert und nach verschiedenen Kriterien bewertet. Unter anderem wurden Wohnqualität, Lärm, Grünflächen oder Einkaufsmöglichkeiten nach einem Punktesystem bewertet.

Ab Anfang November können die Bewertungen über die Website Abendblatt.de abgerufen werden, Nutzer können zudem selbst über die beliebtesten Straßen abstimmen. Auch redaktionell wird der Straßenratgeber aufgegriffen: In einer Serie werden die Regionen mit den besten Bewertungen ("Fünf-Sterne-Straßen") vorgestellt.

"Mit dem Straßenratgeber gehen wir den nächsten Schritt unserer noch stärkeren Konzentration auf Hamburg und lokale Inhalte", sagt Chefredakteur Lars Haider. "Unsere Reporter haben bei ihrer Recherche viele Ideen für neue Geschichten mitgebracht. In den nächsten Monaten finden unsere Leser deshalb neben der Bewertung auch Nachrichten rund um Hamburgs Straßen auf Abendblatt.de." Künftig sollen Nutzer alles Wichtige über die Umgebung erfahren, wenn sie einen Straßennamen bei Abendblatt.de eingeben.

Die Begeisterung für die lokale Berichterstattung kennt allerdings auch Grenzen, wenn sie sich wirtschaftlich nicht rechnet: Im August hat die Tageszeitung von Axel Springer die eigenständigen Regionalteile für Stade und Lüneburg wieder eingestellt und mit dem Regionalteil Harburg zusammengelegt. dh
Meist gelesen
stats