Hamburger Abendblatt plant Stadtteil-Community

Donnerstag, 19. Juli 2007
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Das "Hamburger Abendblatt" will mit einer Produkt- und Werbeoffensive die Leser-Blatt-Bindung stärken und jüngere Zielgruppen an die Marke heranführen. Teil der Offensive ist eine etwa 50-teilige Serie mit dem Titel "Hamburg lebenswert", die Ende dieser Woche startet und in der täglich bis Mitte September nach und nach alle 104 Hamburger Stadtteile vorgestellt werden. "Wir wollen das Typische jedes Stadtteils auf überraschende Weise beschreiben, einzelne Menschen vorstellen und über die Einkaufs-, Freizeit- und Wohnsituation informieren", sagt Menso Heyl, der Chefredakteur des "Hamburger Abendblattes".

Die Serie wird online verlängert: Hier können weitere Informationen, Filme und Fotos abgerufen werden. Diese Inhalte kommen auch von den Lesern selbst - und können es sogar bis ins Blatt schaffen.

Charakteristisch für die Serie soll ein "junger, frecher Stil" sein. Der deutet sich bereits in der Werbekampagne von Kemper Trautmann, Hamburg, an: Die Motive zeigen Ortsschilder, die mit den Namen und dem Ruf der Stadtteile spielen. So rekurriert "St. Aufsmauli" auf das Gewaltpotenzial der Spaßmeile Reeperbahn in St. Pauli und "St. Gayorg" auf St. Georgs Ruf als Schwulenviertel.

Das konkretere Ziel lautet: Stopp des Auflagenschwundes. Dazu sollen auch Kurz-Abos für die Zeit der Serie dienen - in der Hoffnung, dass manche neue Leser auch danach beim Blatt bleiben oder wenigstens ins Netz gehen. Das "Hamburger Abendblatt" verkauft montags bis samstags im Durchschnitt 257.461 Exemplare (IVW I/2007), das sind 2,1 Prozent weniger als im Vorjahresquartal und 10,7 Prozent weniger als vor fünf Jahren. rp

Mehr dazu lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 29/2007, die am 19. Juli erscheint.

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