HR macht 2012 Verlust von 8,6 Millionen Euro

Montag, 01. Juli 2013
HR-Intendant Helmut Reitze
HR-Intendant Helmut Reitze
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Rundfunk Gebührenperiode Helmut Reitze Gert Lütgert


Erneut in den roten Zahlen: Dem Hessischen Rundfunk (HR) haben 2012 im Haushalt rund 8,6 Millionen Euro gefehlt. Die primär über Gebühren finanzierte öffentlich-rechtliche Anstalt hatte im vergangenen Jahr Aufwendungen von 497,3 Millionen Euro. Um bis zum Ende der Gebührenperiode 2016 ohne Defizit dazustehen, muss der HR in den kommenden Jahren rund 70 Millionen Euro sparen. Der HR ist bereits seit Jahren defizitär. "Entscheidend sind der Wille und die Einsicht, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln auch auszukommen", schreibt der Vorsitzende des Verwaltungsrates, Gert Lütgert, dem Sender ins Stammbuch. Notwendige Investitionen dürften jedoch nicht vernachlässigt werden. "Nur ein modern ausgerüsteter und innovativer HR ist in der Lage, die gegenwärtig erreichten Erfolge beim Publikum auch in den nächsten Jahren weiter auszubauen", so Lütgert.

Jörn Dulige, der Vorsitzende des HR-Rundfunkrates, sieht die von Intendant Helmut Reitze geführte Anstalt auf jedem Fall schon auf gutem Wege: "Die einschneidenden Konsolidierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre haben den HR in die richtigen Bahnen gelenkt, die es dem HR auch weiterhin ermöglichen, seinen Auftrag in Hörfunk, Fernsehen und Internet zu erfüllen."

Reitzes bis 2015 laufender Vertrag ist Anfang des Jahres vorfristig verlängert worden. Er soll nun bis mindestens 2020 im Amt bleiben. Weniger die wirtschaftliche Bilanz, als vielmehr der Erfolg im Zuschauer- und Hörermarkt haben den Rundfunkrat dazu bewogen, Reitze für weitere fünf Jahre zu bestätigen. "Wir sind mit unseren sechs Hörfunk-Programmen und dem HR-Fernsehen so erfolgreich wie seit über 20 Jahren nicht mehr", so Reitze anläßlich der Verkündigung der Bilanzzahlen 2012. pap
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