HORIZONT.NET-Interview: "Peter Kabel hat nichts mit W-Center Consulting zu tun"

Mittwoch, 29. August 2001

Einen Tag nach der HORIZONT.NET-Exklusivmeldung über den Verkauf der Kabel-Tochter E-Solutions das erste Interview mit dem Chef von W-Center Consulting-Chef Philipp Weirauch zur Übernahme der Kabel-Tochter.

HORIZONT: Herr Weirauch, Sie haben Teile von Kabel E-Solutions übernommen. Als der Deal publik wurde, waren Sie nicht zu erreichen. Die Nummer, die auf Ihrer Website angegeben war führte ins Nirvana. Absicht oder Versehen?
Philipp Weirauch: Nein, das war natürlich keine Absicht. Wir haben einfach aus Versehen einen Zahlendreher in der Pressemitteilung gedruckt. Natürlich stehen wir gern Rede und Antwort.

Ist Peter Kabel an W-Center Consulting, das im Juli von ehemaligen Kabel-E-Solutions-Mitarbeitern gegründet wurde, beteiligt?
Weirauch: Nein, Peter Kabel hat überhaupt nichts mit dem Unternehmen zu tun.

Wurde W-Center Consulting als Management-Buyout gegründet?
Weirauch: Jein. Insofern, als tatsächlich die ehemaligen Gründer von W-Center Consulting wieder in der Geschäftsleitung des neuen Unternehmens W-Center Consulting sitzen. Aber wir Kabel E-Solution nicht komplett gekauft. Vielmehr handelt es sich bei W-Center Consulting um ein im Juli 2001 als GmbH neu gegründetes Unternehmen. Diese GmbH hat alle wesentlichen Projekte von Kabel E-Solutions übernommen.

Welche Teile von Kabel E-Solutions haben Sie übernommen?
Weirauch: Unter anderem die Projekte der Kunden BMW, der "Financial Times Deutschland" und der Kassenärztliche Vereinigung, sie gehören bereits zu unseren Kunden. Mit anderen ehemaligen Kabel E-Solutions-Kunden verhandeln wir noch, mit ihnen stehen wir in engem Kontakt.

Wie sieht die Zukunft von W-Center Consulting aus?
Weirauch: Wir wollen 2002 rund 5 Millionen Euro Umsatz machen. Derzeit sind wir knapp über 30 Mitarbeiter. Bis Jahresende sollen es 40 sein.

Interview: Eva-Maria Schmidt
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