HORIZONT TV: Regiocast-Chef Linnenbach fordert Vermarktung der Öffentlich-Rechtlichen durch private Unternehmen

Freitag, 29. Januar 2010
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HORIZONT TV: Das erwarten die Radio-Entscheider für 2010

HORIZONT TV: Das erwarten die Radio-Entscheider für 2010
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"Bei den Werbetöchtern der Öffentlich-Rechtlichen haben wir oft unsere Zweifel, ob diese mit dem gleichen Ziel am Markt agieren wie die Töchter der privaten Unternehmen." Die Worte von Erwin Linnenbach gegenüber HORIZONT TV sind deutlich. Der Geschäftsführer von Regiocast fordert eine Vermarktung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Private. Denn diese hätten ein Streben danach, eine maximale Wertigkeit pro Hörer zu erreichen, so Linnenbach.
Die Forderung des VPRT, Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu verbieten, wurde auch auf dem 2. Deutschen Medienkongress diskutiert. Lutz Kuckuck, Geschäftsführer der Radiozentrale, reagiert gelassener: "Im dualen System müssen sich beide Parteien konsensual verständigen. Ein gütliches Miteinander kann ja auch darin bestehen, dass man sich auf bestimmte Werbezeiten verständigt, wo der Hörermarkt weiterhin bedient werden kann."

Im Krisenjahr 2009 hat das Medium Radio sich gut geschlagen, da waren sich die Experten einig. Dabei geholfen hätten vor allem die Vielzahl an neuen Werbeformen wie Video- und Mobile-Advertising.

Kritischer die Bilanz dagegen von Jens-Uwe Steffens: "Radio fehlt es etwas an Innovationskraft", so der Geschäftsführende Gesellschafter von Pilot Media in Hamburg. Zwar sei es ein reichweitenstarkes Medium, allerdings würden ihm neue Impulse und neue Ansätze fehlen. Steffens: "Diese brauchen wir hier ganz dringend, damit sich auch dieser Markt weiterentwickelt." jm
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