HORIZONT Award 2008 geht an Reinhard Zinkann, Peter Figge und Anke Schäferkordt

Mittwoch, 17. Dezember 2008
Anke Schäferkordt
Anke Schäferkordt

Anke Schäferkordt (RTL), Reinhard Zinkann (Miele) und Peter Figge (Tribal DDB) sind die diesjährigen Preisträger des HORIZONT Award, der zum 26. Mal verliehen wird. Die Geehrten nehmen die Auszeichnung am 21. Januar im Schauspiel Frankfurt entgegen. Mit der Wahl setzt die Jury ein Zeichen in tubulenten Zeiten: Gewürdigt werden drei Persönlichkeiten, denen eine schillernde Selbstinszenierung gänzlich fremd ist - und die allesamt ihre Stärken im operativen Geschäft haben. 2008, so die Botschaft, war nicht das Jahr spektakulärer Dealmaker vom Schlage eines Thomas Middelhoff, der letztlich bei Arcandor dann doch gescheitert ist, sondern von Managern, die ihr Unternehmen nachhaltig nach vorne bringen.

Eine makellose Erfolgsbilanz hat zweifellos Anke Schäferkordt, Geschäftsführerin bei der Mediengruppe RTL und Medienfrau des Jahres, vorzuweisen. Im November erzielte das Senderflaggschiff RTL bei den 14- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von famosen 17 Prozent, mit „Doctor's Diary" gelang zudem das Kunststück, endlich auch mal wieder mit einer deutschen Serie Erfolg zu haben. Gute Zahlen, starke Quoten, effiziente Strukturen: So schnell wie bei Schäferkordt war sich die Jury selten zuvor einig, wem die Auszeichnung gebührt.

Fast zeitgleich wie Schäferkordt, nämlich 2005, trat der Agentur-Mann der Jahres Peter Figge seinen Job an - und kann heute eine ähnlich beeindruckende Erfolgsbilanz vorweisen. Bei Tribal DDB stimmen nicht nur die Zahlen, sondern auch die strategische Ausrichtung. Das Lieblingsthema der Branche, nämlich die Aufhebung der Disziplingrenzen, ist bei Tribal DDB bereits weitgehend Realität. Konsequent baute CEO Figge das Unternehmen zu einem erfolgreichen Fullservice-Dienstleister aus.

Während Figge und vor allem Schäferkordt schon im Vorfeld als heiße Anwärter für den HORIZONT-Award gehandelt wurden, ist der Preisträger in der Kategorie Unternehmen durchaus eine Überraschung. Das Urteil der Jury fiel freilich einmütig aus: Miele sei ein exzellentes Beispiel für die gelungene Verbindung von Tradition und Modernität, Qualitätsbewusstsein und Innovationsfähigkeit. Zu diesem Erfolg hat Reinhard Zinkann, ein Urenkel des Firmengründers und seit 1999 Mitglied der Geschäftsführung, wesentlich beigetragen.  js
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