HORIZONT-Auflagencheck: "Spiegel" verrechnet sich mit Titel zu Big Data

Dienstag, 18. Juni 2013
Nur wenige Käufer konnten sich für ein "Leben nach Zahlen" erwärmen
Nur wenige Käufer konnten sich für ein "Leben nach Zahlen" erwärmen

Die dritte Maiwoche hat den großen Magazinen am Kiosk keine guten Verkaufszahlen beschert. Vor allem "Der Spiegel" ging mit einem Aufmacher zum Trendthema Big Data baden und verzeichnete den zweitschlechtesten Einzelverkauf des Jahres. Aber auch "Focus" und "Stern" blieben in der Kalenderwoche 20 am Kiosk im Soll. Gerade einmal 251.770 Exemplare des "Spiegel" 20/2013 fanden Mitte Mai einen Käufer. Offensichtlich schreckte der Aufmacher "Leben nach Zahlen" zum Thema Big Data den einen oder anderen Leser am Zeitungsregal eher ab. Zum Vergleich: In den beiden Vorwochen gingen jeweils 20.000 Exemplare mehr über den Ladentisch. Damit schrammte Ausgabe 20 nur knapp an einem neuen Tiefstwert vorbei: Nur Ausgabe 6/2013 fand im laufenden Jahr mit einem Einzelverkauf von rund 248.000 Exemplaren noch weniger Käufer.

Aber auch die beiden anderen großen Wochenmagazine verkauften sich in derselben Woche allenfalls mittelprächtig: Der "Stern" konnte mit seinem textlastigen Retro-Cover zum Thema Geldanlage ("Geht's jetzt an mein Geld?") 231.511 Menschen zum Kauf animieren - etwa 11.000 Exemplare weniger als in der Vorwoche und rund 8000 weniger als bislang im 2. Quartal 2013.

"Stern" und "Focus" verkauften sich ebenfalls nicht besonders gut
"Stern" und "Focus" verkauften sich ebenfalls nicht besonders gut
Auch der "Focus" hat nach dem überzeugenden Start ins 2. Quartal im Mai deutlich an Schwung verloren. Die Ausgabe 20/2013 mit dem Aufmacher "Die DDR-Vergangenheit der Kanzlerin" übertraf mit einem Einzelverkauf von 80.942 Exemplaren das Heft aus der Vorwoche zwar um etwa 4000 Stück - blieb aber erneut weit von der Marke von 100.000 verkauften Exemplaren entfernt, die im April immerhin drei Mal geknackt wurde. hor
Meist gelesen
stats