Gute Chancen für Privatfunk in NRW

Mittwoch, 10. November 2010
LfM ist in Gesprächen mit privaten Hörfunkanbietern
LfM ist in Gesprächen mit privaten Hörfunkanbietern

Die Landesanstalt für Medien (LfM) geht davon aus, dass der private Hörfunk in Nordrhein-Westfalen sieben frei gewordenen UKW-Frequenzen zugewiesen bekommt. Wegen des Frequenzwechsels von BFBS Radio 1 sind im August 13 Sendefrequenzen frei geworden. Sechs davon gingen bereits an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die restlichen sieben sollen nun unter privaten Anbietern aufgeteilt werden. Dass die UKW-Frequenzen an den privaten Hörfunk gehen sollen, ist eine kleine Sensation. Nach wie vor dominieren die Kanäle des öffentlich-rechtlichen WDR den Hörermarkt in Nordrhein-Westfalen. Dabei ist das bevölkerungsreichste Bundesländern gerade für die privaten Sender ein besonders attraktiver Markt.

Die LfM befindet sich nach eigenen Angaben momentan in einem sogenannten "Konsultationsprozess" und sucht gezielt das Gespräch mit privaten Hörfunkveranstaltern. Zu den Interessenten könnten neben den privaten Anbietern aus NRW, 100'5 Das Hitradio und Radio Essen, vor allem die großen überregionalen Sender wie NRJ und Radio Sunshine gehören.

Eine endgültige Entscheidung wird erst für Anfang 2011 erwartet. Zunächst muss eine offizielle Ausschreibung statt finden. Danach entscheidet die Medienkommission der LfM über die eingereichten Konzepte und schließlich über die Vergabe der Sendefrequenzen. hor
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