Gutachten soll Streit um Drittsendezeiten bei Sat 1 klären

Mittwoch, 11. Juli 2012
Thomas Fuchs ist Direktor der MA HSH
Thomas Fuchs ist Direktor der MA HSH

Der Wechsel von Sat 1 zur Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein (MA HSH) ist beschlossenen Sache, der Streit über die Vergabe der Drittsendezeiten geht weiter. Thomas Fuchs, Direktor der MA HSH setzt weiter auf eine außergerichtliche Einigung und will den Konflikt nun mit Hilfe eines Gutachtens beilegen. Dass der Sender Vorteile aus dem Wechsel zieht, glaubt Fuchs indes nicht. Kern des Konfliktes um die Drittsendezeiten bei Sat 1 sei "die Nichteinigung zwischen Sat 1 und Josef Buchheit über die angemessene Finanzierung der beiden Sendungen "Planetopia" und "Weck Up", erklärt Fuchs im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" und kündigt an: "Ich werde noch diese Woche einen Gutachter beauftragen, um eine Gesprächsgrundlage zu haben, wie für solche Sendeplätze eine ausreichende Finanzierung aussehen kann."

Fuchs hofft nach wie vor auf eine außergerichtliche Einigung: "Ich glaube, dass Rechtsklarheit und Rechtssicherheit für die nächsten Jahre am ehesten zu erreichen sind, wenn man sich außergerichtlich einigt. Gegen eine Neuaussschreibung würde doch auch wieder geklagt werden", befürchtet der Medienwächter.

Den Vorwurf des "Lizenzhoppings" durch Sat 1 weist Fuchs indes zurück: "Sat 1 war 25 Jahre in Rheinland-Pfalz, es ist das gute Recht des Senders, nach einigen Jahren woanders hinzugehen." Zugleich bekräftigte der Direktor aber die Forderung, die Drittsendezeiten künftig zentral zu vergeben. Zusagen seien mit dem Wechsel nicht verbunden gewesen: "Ich habe versprochen, dass ich einen Lizenzantrag entgegennehmen und zügig an die zuständige ZAK weiterleite. Sonst nichts", stellt Fuchs klar. Mögliche Vorteile durch den Wechsel von Sat 1 zu seiner Medienanstalt sieht der Jurist nicht. Auf die Frage, ob die Zuständigkeit für Sat 1 die MA HSH stärke, antwortete er knapp: "Das wird sich zeigen." dh
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