Gütesiegel-Wirwarr schreckt Online-Käufer ab

Donnerstag, 09. August 2001

Aus Furcht vor Datenmissbrauch schrecken zwei von drei Surfern vor Käufen im Internet zurück. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Mummert + Partner hervor. Zwar sollen Zertifikate wie "Trusted Shops" oder geprüfter "Online-Shop" das Vertrauen des Users erwecken und zum Onlineshoppen animieren. Allerdings gibt es heute schon eine Vielzahl solcher Zertifikate, so dass der Konsument nicht mehr weiß, welchen Gütesiegeln er Glauben schenken kann.

E-Business Experte Veit Olschinski von Mummert + Partner sieht erst dann einen Wert in einem Gütesiegel, wenn der Verbraucher damit die Vertrauenswürdigkeit von TÜV oder der Stiftung Warentest verbindet.Auch personalisierbare Datenschutzstandards wie P3P, bei denen der Internetnutzer die Datenschutzanforderungen im Voraus festlegen kann, schaffen kaum Abhilfe. Der genervte User schaltet spätestens bei der fünften Warnmeldung das P3P Programm wieder ab, so die Erfahrung. Deshalb sei Tranparenz beim Datenschutz neben sicheren Bezahlverfahren und gutem Service die wichtigste Voraussetzung für erfolgreichen E-Commerce.
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