Günther Jauch verliert Schadensersatzklage vor dem BGH

Freitag, 19. November 2010
Jauch verliert Schadensersatzklage gegen das Magazin "Markt & Leute"
Jauch verliert Schadensersatzklage gegen das Magazin "Markt & Leute"

Günther Jauch hat die Schadensersatzklage gegen die Zeitschrift "Markt & Leute" verloren. Der Bundesgerichtshof sieht die Persönlichkeitsrechte des Moderators nicht verletzt und hat zu Gunsten des Magazins entschieden. Im Juni erstellte das "Markt & Leute" als Vorabwerbung eine Nullnummer. Unter dem Titel "Jauchs Hochzeit nicht völlig tabu" kündigte es einen Artikel über den presserechtlichen Streit Jauchs über seine Hochzeitsfotos an. Bebildert wurde diese Geschichte mit einem Porträtfoto des Moderators.

Für die Werbung war die Titelseite jedoch nur unvollständig abgebildet, weshalb ein Teil des Artikels fehlte. Jauch klagte gegen das Magazin, weil es für sein Empfinden ohne Einverständnis mit seinem Namen und seinem Bild warb. Darin sah er sein Persönlichkeitsrecht verletzt.

Nach einer Abwägung zwischen dem Interesse Jauchs am Schutz seiner Persönlichkeit und der Presse- und Informationsfreiheit von "Markt & Leute", hat der Bundesgerichtshof die Klage Jauchs rechtskräftig abgewiesen. Da das Magazin das Image von Jauch durch die Werbekampagne nicht verunglimpfte, sondern damit lediglich die Aufmerksamkeit der Adressaten auf das Produkt gelenkt hat, liege keine Verletzung des Persönlichkeitsrechts vor.

Das beklagte Magazin "Markt & Leute" wurde noch vor dem Erscheinen der ersten Ausgabe wieder eingestellt. hor
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