Gruner + Jahr wehrt sich gegen Vorwürfe der Programmie-Konkurrenz

Donnerstag, 03. Dezember 1998

Mit den Ergebnissen einer Käuferbefragung will der Magazin Verlag am Fleetrand (MVF) seine Preisoffensive bei "TV Today" gegen die Kritik der Verlagskonkurrenz verteidigen. Danach gaben 21 Prozentder Befragten an, aufgrund der Preissenkung von 2,50 auf 1 Mark "TV-Today" zum ersten Mal gekauft zu haben. Das demographischen Profil der Erstkäufer sei dabei dem der Gesamtkäuferschaft des Programmies "sehr ähnlich". Die von den Konkurrenten unterstellten negativen Zielgruppeneffekte, verteidigt sich G+J, seien demnach nicht eingetreten. In einem gemeinsamen Pressegespräch hatten die Verlage Heinrich-Bauer, Milchstraße, Axel-Springer und Sebaldus die Aktion von G+J massiv verurteilt. Bei insgesamt rund 20 Millionen verkauften Exemplaren pro Erscheinungsintervall und einem Mehrdruck von nur 300.000 Exemplaren von "TV Today" sei es unsinnig zu behaupten, eine dritte Ausgabe von "TV Today" zum Preis von 1 Mark könnte die Branche insgesamt gefährden. Auch das Preisgefüge sei nicht in Gefahr, da der Verlag dem Groß- und Einzelhandel eine Handelsspanne auf Basis des Preises von 2,50 Mark gewährt. Wie HORIZONT in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat MVF gegen den Heinrich-Bauer-Verlag eine einstweilige Verfügung erwirkt, die diesem untersagt, die Grossisten zur vorzeitigenRemission von "TV Today" aufzufordern.
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