Gruner + Jahr verschiebt Kündigungen

Dienstag, 06. Januar 2009
Kann gut mit Bertelsmann-Chef Ostrowski: Bernd Buchholz
Kann gut mit Bertelsmann-Chef Ostrowski: Bernd Buchholz

Dass Bernd Buchholz neuer Vorstandsvorsitzender bei Europas größtem Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G+J) werden soll, hatte HORIZONT.NET bereits gestern vorab berichtet. Heute ist aus der Tagespresse zu entnehmen, dass das Rennen zwischen Buchholz und dem Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein um die Nachfolge des scheidenden CEO Bernd Kundrun denkbar knapp war.  Ausschlaggebend war wohl unter anderem, dass die Chemie zwischen Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski und Buchholz stimmt. "Ostrowski und Buchholz können gut miteinander harmonieren. Sie sind direkt und handfest", sagt ein Aufsichtsrat gegenüber dem "Handelsblatt".

Unterdessen rückt eine andere Baustelle von Gruner + Jahr wieder in den Fokus: Der Großverlag schiebt die Kündigungen bei der G+J Wirtschaftspresse, die in Hamburg gebündelt werden soll, um ein Quartal auf. Während G+J in Person von Verlagsgeschäftsführerin Ingrid Haas in einer Mail von einem "Abwägungsprozess zwischen der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und dem möglichst sozialen Umgang mit den betroffenen Mitarbeitern" spricht, vermuten andere schlichte Formfehler. Eine fristgerechte Kündigung sei daher nicht mehr möglich gewesen.

Zudem regt sich Unmut über den Sozialplan. So sollen die Gekündigten in Köln deutlich schlechter dastehen als Mitarbeiter, die sich freiwillig für eine Kündigung inklusive Abfindung entschieden haben. dh
Meist gelesen
stats