Gruner + Jahr verbucht Gewinnrückgang

Donnerstag, 30. August 2001

Nach dem dramatischen Ergebniseinbruch beim Axel-Springer-Verlag verkündet nun auch Gruner + Jahr (G+J) einen Gewinnrückgang für das zum 30. Juni abgeschlossene Geschäftsjahr 2000/2001. Vor allem durch Verluste aus dem Internet- und Multimediabereich, aber auch aufgrund stark gestiegener Papierpreise und wegen des Einbruchs im Anzeigengeschäft wurde das Gesamtergebnis um 94 Millionen Euro auf ein EBITA von 256 Millionen Euro gemindert. Der Umsatz konnte hingegen um 114 Millionen oder 3,9 Prozent auf 3,048 Milliarden Euro zulegen. Bernd Kundrun, Vorstandsvorsitzender G+J: "Die Belastungen im Multimediabereich sind einmalig. Für das Geschäftsjahr 2002 erwarte ich eine deutliche Ergebnissteigerung."

Mit Ausgaben von 1,036 Milliarden Euro stiegen die Investitionen des Verlages auf ein Rekordniveau und haben sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verfünffacht. Die Gelder flossen vor allem in die Bearbeitung der Titel in den USA sowie in die Neuerwerbung von "Fast Company" und "Inc.". Auch in den Auf- und Ausbau sowie den Kauf von Zeitungen und Zeitschriften in Europa wurde investiert.

Die Internationalisierung wurde im Geschäftsjahr weiter vorangetrieben. So stieg der Anteil des Auslandsgeschäfts an den Umsätzen von 58 Prozent im Geschäftsjahr 1999/2000 auf 62 Prozent 2000/2001. Kundrun zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Die Basis unseres Erfolges sind die starken Marken, die unumstößliche Verpflichtung zu Qualität und die Marktführerschaft in den wichtigsten Segmenten."
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