Gruner + Jahr und IP Deutschland forschen zusammen

Dienstag, 19. März 2002

Bisher standen sich der Anzeigenmarktführer Gruner + Jahr und der TV-Vermarkter IP Deutschland als schärfste Konkurrenten im intermedialen Wettbewerb gegenüber. Doch jetzt wollen die Unternehmen aus dem Bertelsmannreich auch im Bereich der Forschung zusammenarbeiten. Branchenanalysen, Marktprognosen, Werbewirkunsstudien und Grundlagenforschung sollen künftig gemeinsam entstehen. Das erste Ergebnis der Forschungsliaison wurde gestern in Frankfurt präsentiert.

Die Studie "Gegen den Stom - Wertsteigerung durch antizyklischen Markenaufbau", die G+J und IP zusammen mit der Boston Consulting Group angeschoben haben, soll all die Kunden, die seit dem vergangenen Jahr auf der Werbebremse stehen, zum Nachdenken anregen. Das Ergebnis wird anhand von 11 Branchenanalysen aus 11 Jahren belegt: Wer in der Krise antizyklisch wirbt, baut Marktanteile aus und steigert den Unternehmenswert. Prozyklisches Verhalten könne dagegen in einen doppelten Teufelskreis führen: am Markt und an der Börse.

Zwar werde die Untersuchung nicht dazu führen, dass die Kunden ihr Werbeverhalten spontan ändern, weiß IP-Marketingleiter Guido Modenbach: "Doch möglicherweise wird das ein oder andere Etat-Setting noch einmal überdacht." Die Ergebnisse werden in den kommenden Tagen Kunden und Agenturen in deutschen Großstädten präsentiert.
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