Gruner + Jahr überarbeitet Preissystem und will mehr als Print vermarkten

Donnerstag, 09. Februar 2006
Mehr als Print vermarkten: Stan Sugarman (l.) und Guido Modenbach
Mehr als Print vermarkten: Stan Sugarman (l.) und Guido Modenbach

Die Gruner+Jahr-Anzeigenmanager Stan Sugarman und Guido Modenbach bauen den Verkauf des Großverlags um. Den neuen Geschäftsbereich G+J Media Sales wollen sie "für andere Medien öffnen, wenn die Zeit dafür reif ist", erklärt Anzeigenchef Sugarman im exklusiven HORIZONT-Interview. Der Verkauf bringe hervorragende Voraussetzungen mit, um Produkte wie digitales Fernsehen zu vermarkten, ergänzt sein Stellvertreter Modenbach. Als ehemaliger Geschäftsführer des TV-Vermarkters IP Deutschland, der wie G+J zum Bertelsmann-Reich gehört, bringt Modenbach TV-Erfahrung in den Printverkauf ein.

Diese wird G+J vor allem im Bereich Pricing nutzen: Wie im TV sollen die Printpreise künftig nachfrageorientierter gebildet werden. Modenbach: "Es gibt eine Reihe von sinnvollen Differenzierungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben, dass bei gleicher Leistung unterschiedliche Nachfragestrukturen entstehen." Da die Verlage im März und April sowie im Oktober und November mehr Anzeigen als sonst verkaufen, sei es vernünftig, "über saisonale Preisangebote nachzudenken, unabhängig davon, wie sich die einzelnen Titel in der Media-Analyse darstellen". Außerdem denken die Anzeigenmanager über eine stärkere Differenzierung der Preise innerhalb der einzelnen Hefte nach. So könnten in Zukunft nicht nur die Umschlagseiten, sondern zum Beispiel auch bestimmte Platzierungen innerhalb von Ressorts verschiedene Preise bekommen. he
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