Gruner + Jahr schichtet Investitionen in Multimedia-Projekte um

Mittwoch, 29. November 2006
G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun
G+J-Vorstandschef Bernd Kundrun

Europas größter Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr (G+J) forciert den Aufbau digitaler, multimedialer Geschäftsmodelle. Die wichtigste Maßnahme: Die interne Ideen- und Innovationsinitiative "Expand your Brand" avanciert zum Investitionsprogramm - zulasten reiner Printprojekte. "Künftig werden wir das Budget für neue Titel, welches jährlich in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe liegt, zu einem großen Teil in unseren Prozess ,Expand your Brand' lenken und überzeugende Entwicklungskonzepte entsprechend ausstatten", sagt der G+J-Vorstandsvorsitzende Bernd Kundrun im HORIZONT-Interview.

Das Hamburger Verlagshaus investiert traditionell jährlich 2 bis 3 Prozent seines Umsatzes in Neuentwicklungen; bezogen auf das vergangene Jahr (Umsatz: 2,62 Milliarden Euro) sind das zwischen 50 und 80 Millionen Euro. "Nur noch in Ausnahmefällen" will Kundrun Zeitschriften auf den Markt bringen, die nicht multimedial angelegt sind.

Zugleich bekräftigt er seine Strategie, digitale Geschäfte vorwiegend aus den bestehenden Marken heraus zu entwickeln, anstatt im größeren Stil neue Brands hinzuzukaufen und sich an Start-ups beteiligen. "Unsere Strategie ist nicht risikofrei - aber sie ist in hohem Maße verantwortlich, weil sie sich um die bestehenden Geschäftskerne dreht", so Kundrun. rp

Das Interview mit Bernd Kundrun lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 48/2006, die am Donnerstag, 30. November, erscheint

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