Gruner + Jahr kurbelt Wachstum mit neuen Titeln an

Donnerstag, 27. März 2003

Das internationale Geschäft und ein stringentes Kostenmanagement retten Gruner + Jahr aus der Werbeflaute: Im vergangenen Jahr konnte das Hamburger Verlagshaus trotz Umsatzrückgang auf 2,8 Milliarden Euro (Pro-Forma-Umsatz 2001: 2,97 Milliarden Euro) sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) auf 234 Millionen Euro verdoppeln (2001: 117 Millionen Euro). Dies entspricht einer Umsatzrendite von 8,3 Prozent. Der Jahresüberschuss beträgt 116 Millionen Euro. "Mit über 120 Titeln in 14 Ländern sind wir ausreichend breit aufgestellt, um selbst größere Einbrüche in einzelnen Märkten zu kompensieren", erklärt Vorstandschef Bernd Kundrun. Zudem hätten Kostenreduzierung und Effizienzsteigerung ihren Beitrag zur positiven Entwicklung geleistet. Die Ausgaben von "National Geographic" in Deutschland und den Niederlanden schreiben mittlerweile schwarze Zahlen. Das Frauenmagazin "Woman" sei hierzulande erfolgreich gestartet.

Vor allem das Auslandsgeschäft, das 63 Prozent zum Umsatz beisteuert, macht Gruner + Jahr Freude. Nach dem Launch von "Inc" und "Fitness" in China sowie "Glamour" in Polen stehen in diesem Jahr weiter neue Titel in der Pipeline. In Russland kommt die Kinderzeitschrift "Geolenok" an den Kiosk. In den USA und Frankreich bereitet sich Gruner + Jahr schon seit längerem auf den Start weiterer Frauenzeitschriften vor. Vor allem die starken Printmarken "Geo", "Gala", "Capital", "Fitness" und "Stern" sollen durch weitere Line-Extensions wachsen.

Auch auf dem Balkan verstärkt Gruner + Jahr sein Engagement: Der Verlag stockt seinen Anteil an dem serbischen Zeitungsverlag Blic von bisher 49 Prozent auf 74,9 Porzent auf. Blic gehört nach Verlagsangaben zu den führenden serbischen Medienhäusern und erreicht mit seiner gleichnamigen Zeitung rund 2 Millionen Leser pro Tag. Mitgesellschafter ist das Investmenthaus Vienna Capital Partners, das mit 25,1 Prozent beteiligt ist. sch

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