Gruner + Jahr hält an Sächsischer Zeitung fest

Mittwoch, 26. November 2003

Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr wird die "Sächsische Zeitung" vorerst nicht verkaufen. Grund ist die positive Entwicklung des Blattes. "Die ,Sächsische Zeitung' hat sich positiver entwickelt als der Markttrend der Regionalpresse. In den letzten Jahren wurden eine Reihe langfristig angelegter Investitionen in Substanz, Infrastruktur und Innovationen des Verlages in Dresden vorgenommen, die jetzt insgesamt positive Wirkung zeigen, speziell das Projekt der Sonntagsausgabe der ,Sächsischen Zeitung'", sagt Gruner + Jahr-Sprecher Kurt Otto: "Vor diesem Hintergrund wird der Verkauf der regionalen Zeitungsaktivitäten in Sachsen zur Zeit nicht weiter betrieben. Die , Sächsische Zeitung' ist profitabel und auf einem guten Weg. Daher kann man davon ausgehen, dass dieser Bereich auch längerfristig bei Gruner + Jahr verbleibt."

Mit diesem Schritt kehrt sich der Verlag von seiner ursprünglichen Strategie, nämlich der kompletten Trennung vom Regionalzeitungsgeschäft, ab. Mitte vergangenen Jahres hatte Gruner + Jahr verkündet, man wolle sich auf das Zeitschriftengeschäft konzentrieren. Die Berliner Regionaltitel ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier", "Tip", "Berliner Abendblatt") gingen damals an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Für die "Sächsische Zeitung" und die "Sächsische Morgenpost" wurden Käufer gesucht. ra
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