Gruner + Jahr: Spekulationen über Stellenabbau durch IT-Joint Venture

Freitag, 23. April 2010
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 Das geplante Joint Venture zwischen der Gruner + Jahr-Vertriebstochter DPV in Hamburg und dem IT-Dienstleister Datenservice Beck (DSB) in Neckarsulm, bei dem es um den Betrieb von Abo- und CRM-Systemen geht, löst Spekulationen über mögliche Stellenstreichungen aus. Der Betriebsrat von G+J Hamburg sieht durch die Pläne bis zu 24 Arbeitsplätze bedroht - jeweils zehn bis zwölf beim DPV und in der Verlags-IT. Dies geht aus einer Mitarbeiterinformation des Betriebsrats hervor, die HORIZONT.NET vorliegt. Danach, so die Betriebsratinfo, würden die G+J-Kollegen „für einen Übergangszeitraum von circa zwei Jahren" für die Überführung von G+J-Daten ins neue System benötigt. Anschließend - hier beruft sich der Betriebsrat auf die Geschäftsleitung - wolle man den Personalabbau „sozialverträglich" auffangen. G+J wolle durch das Joint Venture im Bereich Abo-Kundenmanagement Kosten sparen und diese Arbeit ab 2012 in Neckarsulm von DSB erledigen lassen. Außerdem befürchtet der Betriebsrat Auslagerungen von Internet- und Mail-Servern.

Ein G+J-Sprecher wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Das geplante Joint Venture sei ein „marktstrategisches Projekt mit Fokus auf unserer Wachstumsstrategie". ‪Ziel sei es, den Kunden „das führende CRM-Abo-Programmpaket mit den besten und leistungsstärksten IT-Modulen beider Unternehmen anbieten zu können". rp
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