Grossisten gehen vor BGH

Mittwoch, 17. Februar 2010
Das deutsche Grosso-System bleibt weiterhin umstritten
Das deutsche Grosso-System bleibt weiterhin umstritten

Die beiden norddeutschen Grosissten, die das Berufungsverfahren gegen die Bauer Media Group verloren haben, gehen vor den Bundesgerichtshof. Der BGH ist die letzte juristische Instanz, die sich mit dem Rechtsstreit befassen kann. Mit diesem Schritt legen die Grossisten Heinz-Ulrich Grade KG und die Hinrich Mügge KG Revision gegen die Urteile der Oberlandesgerichte Schleswig vom 28.01.2010 und Celle vom 11.02.2010 ein. Sie fühlen sich "aufgrund der weitreichenden Folgen veranlasst, ihre Interessen höchstrichterlich klären zu lassen". Dies teilte der Bundeverband Presse-Grosso heute mit.  Er hatte den Mitgliedern bereits vorab Rückendeckung signalisiert: "Der Bundesverband Presse-Grosso wird seine Mitgliedsunternehmen weiterhin bei der Wahrung ihrer Rechte gegenüber der zur Bauer Media Group gehörenden Bauer Vertriebs KG unterstützen", heißt es beim Verband.

Hintergrund: Bauer hatte im Februar 2009 Grade und Mügge ohne Angaben von Gründen gekündigt und den eigenen Vertriebsdienstleister Pressevertrieb Nord (PVN) eingesetzt. In der ersten Instanz vor den Landgerichten Hannover und Kiel gewannen die Grossisten, die Oberlandesgerichte allerdings erklärten die Kündigung durch Bauer für rechtens.

Die Verfahren haben für den Berufsstand und die Branche grundsätzliche Bedeutung. Aufgrund dieser „grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache" hatten beide Oberlandesgerichte die Revision zugelassen. se
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