Großhandelsflatrate: AOL-Chef Heddendorp erwartet Entgegenkommen der Telekom

Donnerstag, 01. März 2001

Seit Monaten liefern sich die Onlinedienste mit der Deutschen Telekom eine regelrechte Schlammschlacht um die so genannte Großhandelsflatrate, die das derzeitige Verlustgeschäft mit den Pauschalpreisen für den Internetzugang rentabel machen soll.

Als "viel zu teuer" und "wenig praktikabel" bezeichnet unter anderem Joachim Schlange, CEO von Tiscali Deutschland, das derzeit vorliegende Angebot. Für einen Anschluss mit 30 Kanälen müssen die Onlinedienste immerhin 4800 Mark an die Telekom zahlen. Uwe Heddendorp, Geschäftsführer von AOL Deutschland, erwartet jedoch noch ein Einlenken der Telekom. Der Rückzieher von T-Online in Sachen Flatrate zeige, dass die Telekom noch kein marktfähiges Angebot vorgelegt habe, sagte er im HORIZONT-Interview.

Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP) hatte im vergangenen November die Telekom zur Großhandelsflatrate verdonnert. Heddendorp hofft jetzt auf das Oberverwaltungsgericht Münster, das Mitte März über die Revisionsklage der Telekom gegen den Beschluss der RegTP abschließend entscheidet. Das komplette Interview mit AOL-Chef Heddendorp finden Sie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT (9/2001).
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